Tagebuch

Dattel-Walnuss-Brot und Lemon Curd

Das zweite Brot, das ich immer mal wieder backe, habe ich als Nuss-Cranberry-Brot bei „Einfach Guad“ entdeckt, die es wiederrum aus dem Buch „Brot für Genießer“ von Richard Bertinet hat. Von der Weihnachtsbäckerei waren noch Cranberries übrig, Walnüsse waren auch im Haus und schnell geröstet, und auch sonst ist es unkompliziert gemacht.

Inzwischen nehme ich lieber Datteln, weil für mich ihre karamellige Süsse besser passt, und ich habe die Menge deutlich reduziert, damit das Brot nur einen Hauch von Süsse mitbringt. So ist es dann eine schöne Ergänzung für das Sonntagsfrühstück, besonders gut mit selbstgemachtem Lemon Curd (Rezept weiter unten).

Zutaten

500 g Dinkelvollkornmehl
10 g frische Hefe
11 g Salz
360 g Wasser
100 g Walnüsse geröstet
4 bis 5 zerkleinerte Datteln

Zubereitung

Die Nüsse grob hacken. Mehl in eine Schüssel geben und die Hefe hineinbröseln. Salz und Wasser zugeben, sämtliche Zutaten zu einem Teig verarbeiten und gut kneten. Am Ende Trockenfrüchte und Nüsse zugeben und gleichmäßig in den Teig einarbeiten. Den Teig zu einem Ball formen, in eine leicht bemehlte Schüssel legen und zugedeckt etwa eine Stunde gehen lassen.

Den Teig dann auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche legen, an allen vier Seiten auseinanderziehen, wieder Überklappen und sanft in eine runde Form tätscheln („falten“). Nochmals 5 Minuten entspannen lassen. Erneut zu einem Ball falten und mit der glatten Seite nach unten in ein gut mit Mehl bestreutes Gärkörbchen legen (wer kein Gärkörbchen hat, nimmt ein Nudelsieb, einen Topf oder ähnliches). Mit einem Küchentuch bedecken und eine weitere Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit auf die unterste Backofenschiene ein Backblech hängen, auf die zweitunterste ein Gitterrost. Den Ofen auf 250 Grad vorheizen, das dauert je nach Ofen etwa 30 Minuten!

Nach der Teiggehzeit Backpapier auf ein umgedrehtes Backblech legen, den Teig darauf stürzen. Den Ofen öffnen und das Backpapier mit dem Teig schnell auf das Gitterrost ziehen. 1 Minute auf 250 Grad backen. Dann einen kleinen Becher kochendes Wasser auf das untere Backblech schütten (VORSICHT, sehr heisser Dampf!) und die Tür schnell wieder schliessen. 5 Minuten auf 225 Grad weiterbacken. Die Ofentür kurz öffnen, den Dampf entweichen lassen und das Backblech entfernen. 30 Minuten bei 190 Grad fertigbacken.

Zutaten Lemon Curd

50 ml Zitronensaft
Schalenabrieb von zwei Zitronen
2 grosse Eier
90 g Zucker
60 g Butter
1 Prise Salz

Zubereitung

Alle Zutaten im Wasserbad einige Minuten rühren, bis eine puddingähnliche Konistenz entsteht, dabei nicht zu heiss werden lassen. In kleine Gläser füllen, im Kühlschrank aufbewahren und rasch verbrauchen. Das Lemon Curd kann auch gut portionsweise eingefroren werden.

Roggenschrotbrot

Obwohl ich schon immer gebacken habe, habe ich nie Brot gebacken – irgendwie dachte ich all die Jahre, das sei kompliziert und würde in einem Haushaltsbackofen sowieso nichts werden. Dann habe ich im Dezember 2017 Freunde in Berlin besucht, die begeistert vom Brotbacken erzählten und ein selbstgebackenes Brot auftischten. Das war richtig, richtig gut, und so fuhr ich mit einigen Tips und vor allem mit einem Ableger von ihrem Sauerteig im Gepäck wieder nach Hause.

Seither wohnt auch bei mir ein Sauerteig im Kühlschrank und ich backe regelmässig Brot damit. Als erstes habe ich das Brot von Ringelmiez nachgebacken, weil die Erklärungen dort für mich so schön verständlich waren. Weil ich aber lieber ein reines Roggenbrot mit Körnern haben wollte, habe ich ein bisschen weitergesucht und bei Eva ein Roggenschrotbrot der Sauerteig-Expertin Marla entdeckt, das ich seither regelmässig backe. Als Belag passt dazu fast alles, besonders gerne esse ich es mit selbstgemachtem Hummus. Und wenn mal wieder alles doof ist, dann geht es auch gut mit dunkler Schokocreme und Blaubeeren.

Wer selber einen Sauerteig ansetzen und alles über das Thema wissen möchte, schaut am besten bei Lutz vom Plötzblog vorbei – dort finden sich FAQ, Videos, Kurse, Bücher, Rezepte, und auch der empfehlenswerte Podcast.

Sauerteig

180 Gramm Roggenschrot sehr grob
200 ml Wasser 42°C
30 Gramm Anstellgut

Quellstück

85 Gramm Sonnenblumen- und Kürbiskerne geröstet
40 Gramm Leinsamen geschrotet
100 Gramm Wasser 20°C

Brühstück

130 Gramm Roggenschrot sehr grob
12 Gramm Salz
140 Gramm Wasser heiß 70°-90°C

Brotteig

Sauerteig
Quellstück
Brühstück
140 Gramm Roggenvollkornmehl
1/4 Teelöffel Trockenhefe

Zubereitung

Am Vortag morgens das Sauerteig-Anstellgut frisch füttern.

Am Vortag abends den Sauerteig ansetzen. Dafür das Roggenschrot mit warmem Wasser verrühren, dann das Anstellgut unterrühren, die Schüssel abdecken und bei warmer Zimmertemperatur stehen lassen. Ausserdem Brühstück und Quellstück ansetzen und nach dem Abkühlen abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

Am Backtag vormittags: Alle Zutaten inklusive Sauerteig, Quellstück und Brühstück zu einem Teig verkneten -> 15 Minuten langsam kneten -> 10 Minuten Teigruhe -> 5 Minuten langsam kneten -> Teigruhe etwa 40 Minuten.

Nach der Ruhezeit den Teig grob zusammenschlagen und in Roggenschrot wälzen, mit dem Schluss nach unten in eine sauerteigfeste Kastenform (30 cm) geben und die Teigoberfläche mit einem nassen Teigschaber oder Löffel glattstreichen. Den Teig nochmals abgedeckt für etwa 60 bis 80 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit auf die unterste Backofenschiene ein Backblech hängen, auf die zweitunterste ein Gitterrost. Den Ofen auf 250 Grad vorheizen, das dauert je nach Ofen etwa 30 Minuten!

Nach Ende der Gehzeit die Form auf das Gitterrost im Backofen stellen. 1 Minute auf 250 Grad backen. Dann einen kleinen Becher kochendes Wasser auf das untere Backblech schütten (VORSICHT, sehr heisser Dampf!) und die Tür schnell wieder schliessen. 9 Minuten auf 225 Grad weiterbacken. Die Ofentür kurz öffnen, den Dampf entweichen lassen und das Backblech entfernen. Das Brot weitere 50 Minuten bei 190 Grad fertigbacken.

Backzeit gesamt: Etwa 60 Minuten. Das Brot einen Tag reifen lassen, dann erst anschneiden.

Rotkohl aus dem Ofen

Frau Frische Brise hat den ofengebackenen Rotkohl bei Simone entdeckt und so geschwärmt, dass ich ihn auch gleich ausprobieren musste, abgewandelt mit dem, was in meinem Vorrat zu finden war. Seither mache ich ihn immer wieder gerne auf diese Art, denn im Ofen ist er viel einfacher zuzubereiten als im Kochtopf und mindestens ebenso lecker. Dazu passt, was halt so zu Rotkohl passt – bei mir gibt es meistens Linsenbratlinge und Champignon-Cashew-Sauce dazu.

Zutaten

2 mittlere Köpfe Rotkohl (das sieht nach viel aus, fällt aber später beim Schmoren ziemlich zusammen)
1 süss-säuerlicher Apfel
Saft und Filets einer kleinen Blutorange (oder Saft von 1/2 Zitrone)
Salz, Pfeffer, ein bisschen Paprika
2-3 Esslöffel Rapsöl
1-2 Esslöffel Balsamico

Zubereitung

Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Vom Rotkohl die äußeren harten Blätter entfernen, dann den Kopf halbieren, den Strunk entfernen und in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Den Apfel entkernen und in feine Scheiben schneiden. Rotkohl- und Apfelscheiben auf zwei grosse Auflaufformen verteilen (das Gemüse sollte eher locker und flach verteilt sein), Salz, Pfeffer, Paprika, Fruchtsaft und Öl drübergeben.

Für etwa 50 bis 60 Minuten backen, zwischendurch einmal umrühren. Idealerweise sind die Ränder des Kohls dann angeröstet und der Rest saftig, der Kohl sollte aber nicht vertrocknen. Aus dem Ofen nehmen und mit etwas Balsamico beträufeln.

Friedrichshainer Linsensalat

Ringelmiez hat den Linsensalat nachgebaut, das halbe Internet hat ihn nachgekocht und auch bei mir wird er fast jede Woche wieder zusammengerührt – grosse Empfehlung! Im Sommer kommen bei mir vor dem Essen noch Salatgurken- und Tomatenstückchen dazu (und wenn es gerade keine rote Bete auf dem Markt gibt, wird sie weggelassen), im Winter werfe ich kleingeschnittenen Chicoree oder Sprossen drüber. Kräuter wie Petersilie oder ein Klecks Pesto passen ebenfalls dazu.

Der Linsensalat hält sich im Kühlschrank etwa drei Tage und kann auch gut portionsweise eingefroren werden.

Zutaten

200 g grüne Linsen (Beluga- oder Berglinsen gehen auch)
2 Mohrrüben
2 bis 3 rote Bete (bereits gekocht oder im Ofen gegart)
1 süß-säuerlicher Apfel (Rubinette, Braeburn, Topaz,…)
1/4 rote Paprika
1 Handvoll Walnusskerne

Saft einer Zitrone
1 knapper Teelöffel Salz
Einge Mühlendrehungen Pfeffer

1 großzügiger Teelöffel Dijon-Senf
1 knapper Teelöffel Ahornsirup
3 Esslöffel Apfelessig
1 Esslöffel Balsamico
3 Esslöffel Rapsöl

Zubereitung

Die Linsen ohne Salz bissfest garen (dauert je nach Sorte etwa 25 Minuten). Die Mohrrüben schälen, halbieren, und in kleine Stückchen schneiden. Etwa 12 Minuten vor Ende der Garzeit zu den Linsen geben. Abgiessen und abkühlen lassen.

Walnusskerne grob hacken. Rote Bete erst in dünne Scheiben, dann in feine Streifen schneiden. Den Apfel vierteln und entkernen (die Schale bleibt dran) und in kleine Stückchen schneiden. Paprika ebenfalls entkernen und in kleine Stückchen schneiden. Alles in eine Schüssel geben, den Zitronensaft, Salz und Pfeffer darüber geben.

Aus Senf, Ahornsirup, Apfelessig, Balsamico und Öl eine Vinaigrette rühren. Mit den Linsen und dem Gemüse vermischen. Vor dem Essen am besten einige Stunden oder über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

Unterwegs auf der Senda Sursilvana

Corona heißt hier auch: Mich plötzlich auf einer Wanderung wiederfinden, für die bisher nie Raum und Zeit war, Orte sehen, von denen ich dachte, dass ich nie hinkommen werde, und mich trauen, so etwas überhaupt zu machen.

Im August war ich zweimal im Berner Oberland und mochte das Wandern mit Rucksack, Wanderstöcken und viel Aussicht. Dann waren im September noch Ferientage übrig und alle Laufanlässe für dieses Jahr abgesagt, auf Instagram wurde mir schon seit Wochen immer wieder verlockende Werbung für Wanderferien in der Schweiz gezeigt, und so wurde ein spontaner Wanderbeschluss gefasst – es sollte das erste Mal auf eine Weitwanderung gehen, mehrere Tage nur mit Rucksack unterwegs.

Sehr schnell fiel die Wahl auf die Senda Sursilvana: sie führt von Chur nach Andermatt, es geht über 120 Kilometer in fünf Etappen, mit 5500 m Aufstieg und 4600 m Abstieg. Naja, noch ein bisschen mehr, wenn man den Abschweifungen zu Hängebrücke, Seen, Kapelle, Aussicht nicht widerstehen kann. Anspruchsvoll, sehr abwechslungsreich, nur manchmal ein bisschen doof und insgesamt grandios. Für mich kam dann noch die gute Erreichbarkeit durch Bahn und Postauto dazu – im Fall der Fälle wäre ich von überall gut wieder nach Hause gekommen -, und auch Hotels und Co. gibt es auf der Strecke genügend. Ausserdem klangt die Beschreibung der Strecke so, als wäre sie auch für Höhenangsthasen und bergunerfahrene Wanderinnen wie mich machbar.

Man kann die Wanderung auch etwas geruhsamer angehen und das Stück Oberalpsee-Andermatt auslassen sowie die Etappe Breil/Brigels–Laax auf zwei Tage verteilen, aber ich bin der Versuchung erlegen und will die gesamte Strecke in fünf Tagen zurücklegen. Das wird viel und anstrengend, ist aber auch die Herausforderung, die ich wollte. Eine Woche lang hüpfe ich vorfreudig umher, dann geht es Mitte September 2020 los. Der Wetterbericht sieht gut aus, die Lieblingswanderhose ist repariert, der Rucksack gepackt.

Video: Senda Sursilvana
SchweizMobil: Senda Sursilvana
Eine Fernwanderung auf der Senda Sursilvana
Wandersite: Senda Sursilvana

Der kleine Outdoor-Knigge: 7 Regeln fürs Draußensein
Podcast: Mehrtageswanderungen: Das Abenteuer vor der Haustür

Erster Tag: Von Chur nach Laax

Senda Sursilvana, erster Tag. Um sechs Uhr morgens geht der Zug an das andere Ende der Schweiz, der Weg zum Bahnhof ist still und dunkel. Während der Fahrt geht über dem Zürichsee die Sonne auf, schöne Aussichten schon hier. Weiter geht die Fahrt in die Berge hinein, und pünktlich erreichen wir schliesslich Chur. Die Stadt liegt im Sonntagsschlaf, aber ich habe vorab im Internet ein Café entdeckt, das offen sein sollte, das suche ich als erstes. Und stelle entzückt fest, dass ich da wirklich ein sehr schönes gefunden habe – ein sehr verlockend aussehendes Brunch-Buffet, herrliche alte Tische und Sofas, und auch draussen sitzt man wunderbar unter Bäumen, wo ich mich schliesslich für eine kleine Stärkung niederlasse. Und dann geht es richtig los: die ersten Schritte auf der Senda Sursilvana Richtung Andermatt.

Am Anfang geht es noch sehr städtisch durch Chur, mit Gewerbegebieten und Autobahn, aber davon habe ich vorher gelesen und halte es halt einfach aus. Sehr schnell wird mir dann schon zu warm, und so ziehe ich die Hosenbein ab und das Langarmshirt aus. Endlich raus aus der Stadt wird dann alles besser – der Weg kreuzt den Vorderrhein, aus Asphalt wird ein kleiner Pfad erst am Fluss entlang und dann den Berg hinauf, und ich kann endlich die Wanderstöcke auspacken. Zwar hört man immer noch erst die Autobahn und dann die Hauptstrasse, aber ich hole die Kopfhörer raus, finde auf meiner Playlist das Live-Album „Un tour ensemble“ von Jean-Jacques Goldman, wandere dazu beschwingt und singe ab und zu leise (und falsch) mit.

Später dann ist der Weg weit weg von allem und ruhig, es geht durch blühende Wiesen und vorbei an Obstbäumen. Zwischendurch gibt es eine kleine Pause, als ich plötzlich sehr hungrig werde und mich auf einer kleinen Brücke einfach auf den Boden plumpsen lasse. Dazu ist es heiss heute, zum Glück kommt ab und zu ein Dorf, und jedes hat mindestens einen Dorfbrunnen (der grösste Segen der Schweiz: Trinkwasser). In einem besonders netten Dorf gibt es am Brunnen noch einen schattigen Picknickplatz dazu, und nebenan verschenkt jemand Äpfel frisch vom Baum. Und fatalerweise steht hier ein Hinweisschild zu einer Hängebrücke. Also wandere ich vom Berg wieder runter, gucke Hängebrücke, und wandere wieder hoch. Und würde mich am liebsten grad ganz in den Trinkwasserbrunnen legen, es ist wirklich sehr heiss. Aber nach einer kleinen Pause geht es dann weiter, zwei spannende Tagespunkte warten schliesslich noch und bis zum Etappenziel ist es noch ein Stück.

Der Weg führt jetzt weiter hoch und tiefer in die Rheinschlucht Ruinaulta hinein, und schliesslich zur Aussichtsplattform „Il Spir“, von der aus man von schwindeliger Höhe in die Schlucht hinunter schauen kann und einen grossartigen Blick hat, auf den berühmten Felssturz und auf den Vorderrhein, der sich durch die Schlucht schlängelt, auf die Züge der Rhätische Bahn, die weit unten vorbeifahren, und auch die Hängebrücke kann man von hier aus erspähen.

Von hier aus ist es dann nicht mehr weit bis zum mindestens genau berühmten Caumasee. Der ist wirklich wunderschön, aber rundherum (verständlicherweise) eingezäunt und ob des schönen Wochenend-Wetters sehr überlaufen. Zum Glück ist trotzdem noch genug Platz und Abstand für alle, so stopfe ich meinen Rucksack mit etwas Gewalt in ein Schliessfach und gehe Schwimmen. Am liebsten würde ich hier noch viel länger bleiben, aber die Zeit wird langsam knapp, und so muss eine kleine Runde reichen.

Zurück auf dem Wanderweg geht es weiter hoch und weiter durch den Wald, und schliesslich bin ich am ersten Etappenziel angekommen: Laax. Das Hotel ist so schick wie beworben, ich freue mich über das schöne Zimmer, die Regendusche, und wie gut alles nach Kräutern riecht. Sachen waschen, duschen, umziehen, und dann lasse ich mich von einem lustigen Postauto-Fahrer ans andere Ende vom Dorf bringen (bloss keinen weiteren Schritt mehr als nötig machen!), geniesse die herrliche Abendluft und den schön angelegten Laaxersee und esse gemütlich auf einer Terrasse am See zu Abend, umsorgt von einem sehr aufmerksamen Kellner und mit Blick auf Berge im Sonnenuntergang.

Zurück am Hotel besorge ich nebenan noch zwei Päckchen Saft – den habe ich heute unterwegs sehr vermisst, weil es zu heiss und anstrengend war, um viel zu essen. Und frage mich ein wenig besorgt, ob die geschätzte Wanderzeit der morgigen, sehr langen Etappe eigentlich den Muskelkater vom ersten Tag berücksichtig hat…

Kaffeeklatsch Chur
Znüni: Espresso, Birchermüesli, Gipfeli mit Konfi
Restaurant Ustria Lags Laax
Abendessen: Cranberry-Schorle, Wildkräutersalat, Kürbis und Pasta, Schokoladeneis
Hotel Riders Laax
Frühstück: Kakao und Espresso, Birchermüesli, saftige Pflaumen, Nussbrot mit Konfi, Rührei

Zweiter Tag: Von Laax nach Waltensburg

Senda Sursilvana, zweiter Tag. Nach dem Aufwachen erstmal gucken, wie der körperliche Zustand ist – den Füssen und der Achillessehne geht es glücklicherweise gut, nur höllischen Muskelkater habe ich. Aber wer muss schon beim Wandern die Beine heben…

Nach dem Frühstück geht es dann auch gleich los, erst durch Wald, dann durch Wiesen. Auf und ab und ab und auf und auf und ab. Zwischendurch langweiliger Asphalt, aber auch immer wieder Naturwege, und überall Aussicht, Himmel, Postkartenidylle und hübsche Dörfer. Irgendwo wird der Weg dann so schmal und steil und rutschig, dass mir Angst und Bange wird und ich mehrfach gucke, ob bald das Ende erreicht ist. Irgendwann bin ich aber auch da durch, und dann ist da wieder einer dieser Wegweiser, diesmal zu einem Stausee. Also folge ich auch diesem und arbeite mich ein weiteres Stück Berg hinauf, wandere auf der Staumauer umher und geniesse die Aussicht, bevor es wieder zurück auf den eigentlichen Weg geht.

Um 14:31 Uhr ist es es dann so weit: mir tut alles weh, ich mag nicht mehr weiter, und frage mich zum ersten Mal, wer eigentlich diese dämliche Idee mit dem Wandern hatte… Aber es hilft nichts, es geht noch zwei Stunden bis zum Hotel, also schleppe ich mich weiter. Eine kleine Picknickpause hilft ein bisschen, ebenso das hübsche Flusstal und später die schönen Almwiesen. Die Hintergrundgeräusche dieser Etappe: Dorfbrunnen plätschern, Kuhglocken läuten, Bäche rauschen, eine Wanderin quengelt.

Endlich im Hotel angekommen bekomme ich ein wunderschönes Zimmer mit Balkon und Blick ins Grüne, ich mache es mir gemütlich und frage mich, wie ich mich eigentlich wieder bewegen und zum Restaurant hinunter kommen soll. Und ob das überhaupt nötig ist. Zum Glück schaffe ich es dann aber doch noch wieder nach unten, sitze wunderschön auf der Terrasse und geniesse ein leckeres Abendessen unter alten Bäumen (überhaupt: es gab überall gut und frisch zu essen, vegetarisch war gar kein Problem, auch vegan wäre möglich gewesen).

Hotel und Restaurant Ucliva Waltensburg
Abendessen: Zitronenmelisse-Schorle, Gemischter Salat, Linsencurry, Schokoladeneis
Frühstück: Kakao und Espresso, Birchermüesli, Weintrauben, Körnerbrot mit Schokocreme, Rührei

Dritter Tag: Von Waltensburg nach Rabius

Senda Sursilvana, dritter Tag. Die Etappe heute ist weniger lang, weniger aufregend, und in einer Bäckerei bekomme ich genug Fruchtsaft für unterwegs, um mich bei Laune zu halten. Ausserdem wird es mit dem Muskelkater langsam besser. Das erste Zwischenziel ist Brigels, hier spaziere ich ein wenig am See entlang und schiele ein bisschen sehnsüchtig zu den Bergen hoch, für die keine Zeit ist. Leider hat die Sesselbahn ausgerechnet heute Ruhetag, so wandere ich einfach so ein Stück den Hausberg hoch und um eine Kuh herum, bevor es auf der Senda Sursilvana weitergeht.

Wiesen, Wald, Lawinenschutzbauten. Ein wenig auf federndem Waldboden hopsen, ein bisschen summen, schon bin ich gemütlich am heutigen Tagesziel angekommen. Da ich noch etwas Zeit bis zum Abendessen habe, werfe ich meine Sachen ins Zimmer und gehe noch zum Vorderrhein hinunter. Das ist dann doch deutlich weiter als gedacht und der Weg nicht sehr schön, Brennnesseln und Brombeeren stellen sich auch noch dazwischen, aber schliesslich bin ich am wild rauschenden Fluss angekommen. Ein ganz kurzes, sehr illegales Bad, dann wieder hinauf ins Hotel – der Abstecher hat sich nicht wirklich gelohnt. Aber mit Abendessen und Schokoladeneis findet auch dieser Tag wieder einen guten Abschluss.

Hotel und Restaurant Greina Rabius
Abendessen: Holunder-Schorle, Gemischter Salat, Bizzochelgratin mit Gemüse und Apfelmus, Schokoladeneis
Frühstück: Kakao und Espresso, Birchermüesli, Brot und Gipfeli mit Konfi, Rührei

Vierter Tag: Von Rabius nach Sedrun

Senda Sursilvana, vierter Tag. Heute kommt der Abstecher zur Caplutta Sogn Benedetg, entworfen von Peter Zumthor, oder auch: Der Grund, warum die Entscheidung so schnell auf diese Wanderung fiel. Seit dem ersten Besuch in der Therme Vals liebe ich seine Architektur. Nach dem Frühstück geht es also erstmal wieder den Berg hinauf, und wie immer stehe ich unten, frage mich, wie ich da jemals hoch kommen soll, mache ein paar Schritte, schnaufe ein wenig, mache noch ein paar Schritte, und bin dann plötzlich oben. Quer über Wiesen führt der Wanderweg weiter in das winzige Dorf, in dem sich die Kapelle befindet. Ich nehme mir die Zeit, in Ruhe zu schauen, zu atmen, die Wände ein bisschen zu streicheln und die Stille zu spüren.

Auf dem Weg wieder hinunter stelle ich fest, dass es überhaupt ein sehr freundliches Dorf ist – der Trinkwasserbrunnen hat eine Sirupbar und eine öffentliche Toilette. Und eine Ruine gibt es auch noch, dazu treffe ich noch Wander-Lamas, bevor es auf der Senda Sursilvana weiter nach Disentis geht. Um die Mittagszeit herum komme ich dort an und erfreue mich am Klang der Klosterglocken und den aufgeregten Vorbereitungen eines Alpabzugs, bevor ich nochmal von der offiziellen Route abweiche.

Statt durchs Dorf geht es auf dem gewählten Wanderweg durchs Grüne und an einem winzigen Natursee vorbei. In dem ich natürlich eine Runde Baden muss, aber brrrr, der ist wirklich eiskalt. Gefühlte Wassertemperatur: frisch aus dem Gletscher getropft. So erfrischt geht es dann weiter durch eine wildromantische Schlucht am Fluss entlang, und wieder auf den richtigen Weg. Wo ich eine Umleitung wegen Strassenbauarbeiten verpasse, ein wenig fluchend umherirre und dann doch noch den Weg wiederfinde. Der Blick zurück auf Disentis ist dann sehr schön – wie das Miniaturwunderland, mit Kloster, Bergen, Gletschern, und ab und zu rattert die Rhätische Bahn vorbei.

So schön die Strecke zum heutigen Etappenziel Sedrun auch ist (sogar über ein Viadukt geht es!), es ist spät, ich bin ziemlich geschafft und es waren heute unglaublich viele Eindrücke, und so bin ich froh, als ich endlich am Hotel in Sedrun ankomme. Noch ein wenig Proviant für morgen besorgen, Abendessen auf der Hotelterrasse, fertig. Morgen kommt die längste und anstrengendste, aber angeblich auch schönste Etappe, und so schwanke ich zwischen Vorfreude und Panik.

Hotel und Restaurant Krüzli Sedrun
Abendessen: Holunder-Schorle, Gemischter Salat, Flammkuchen mit Gemüse, Schokoladeneis
Frühstück: Kakao und Espresso, Birchermüesli, Brot und Gipfeli mit Konfi, Rührei

Fünfter Tag: Von Sedrun nach Andermatt

Senda Sursilvana, fünfter Tag. Sehr frühes Frühstück, dann geht es los, wieder den Berg hinauf, und in alpines Gelände. Berge und Felsen, Luft und Licht, Heidekraut und Moos, in der Herbstsonne leuchten die Blaubeerfelder und das Wollgras. Ich bin so weit oben, dass ich die Wolken kitzeln könnte, und treffe auch die berühmten Esel an. Viel zu schnell ist dieses Stück zu Ende und ich bin am Oberalpsee. Der sich nicht sehr wanderfreundlich präsentiert – kein Trinkwasserbrunnen, keine Bank, keine öffentliche Toilette, dafür sehr viele Autos. Also halte ich mich hier trotz See und Leuchtturm nicht lange auf.

Die Strecke geht jetzt einen Geröllhang hinauf (die Alternative am See entlang entdecke ich zu spät), mit viel Kletterei und Suchen von Wegmarken. Ab und zu sehe ich nur per GPS, wo es weitergeht, und bin dankbar, dass mir ausgerechnet hier mehrere Wanderer entgegenkommen und auch so den Weg sichtbar machen. Schliesslich bin ich oben, und nach einem schwindeligen Stück Weg bis zur Seilbahn dann auch wieder auf sicherem Boden. Uff. Das hätte ich mich am Anfang der Wanderung weder getraut, noch hätte ich das geschafft.

Über eine gefühlt endlose Schotterpiste und durch staubige Hitze geht es weiter zum Stöckli. Hier könnte ich eine Seilbahn hinunter nach Andermatt nehmen und mich bequem ins Tal schaukeln lasse, aber ich will ja den ganzen Weg laufen und gehe daher fast unbeirrt weiter. Erst auf langweiliger Strasse, dann auf einem schönen, aber steilen und anstrengenden Wanderweg durch den Wald hinunter. Nach zwei Stunden bin ich endlich unten, und unendlich froh, dass ich nicht mehr abwärts laufen muss. Das Ende der Wanderroute ist erreicht, ich packe die Wanderstöcke weg, gehe auf dem Weg ins Hotel noch in den örtlichen Supermarkt und freue mich auch hier über ein sehr schönes Hotelzimmer. Angekommen.

Hotel Crown Andermatt
Abendessen: Picknick auf dem Hotelzimmerfussboden mit Salat, Käse, Brot, Apfel, Kiwis, Schokokeksen
Frühstück: Kakao und Espresso, Müesli, Gipfeli mit Konfi, Weintrauben, Rührei

Am nächsten Tag geht es dann mit der Zahnradbahn und anderen Zügen wieder nach Hause, und
kaum zurück, stelle ich fest: Dieses Weitwandern macht süchtig. Und suche schon nach den nächsten möglichen Abenteuern draussen unterwegs.

Was mit dabei war

Beim Packen habe ich mich an den Listen erfahrener Wanderer orientiert:
Packliste für die nächste Hüttentour
Packliste für Hüttenwanderungen
Packliste für eine Mehrtageswanderung

Das Prinzip ist recht einfach:

  • eine Garnitur zum Wandern
  • eine Garnitur zum Essen gehen
  • eine Garnitur zum Schlafen

Je nach Wetter (und falls etwas kaputt gegangen wäre) war bei mir alles untereinander tausch- und ergänzbar. Irgendwo stand als Empfehlung, dass der gepackte Rucksack nicht mehr als acht Kilo wiegen solle, das habe ich ziemlich genau getroffen.

Im Hotel angekommen, habe ich jeweils grad die Wandergarnitur gespült, während meiner Dusche mit Seife einweichen lassen, ausgespült und aufgehängt. Die Wanderschuhe habe ich zum Lüften aufgestellt und abgestaubt, die Wandersocken ausgeschüttelt und zum Lüften aufgehängt (und nach zwei, drei Tagen gewechselt). Den Rucksack habe ich jeweils komplett ausgeräumt und ebenfalls aufgehängt. Die anderen beiden Garnituren wurden nach dem Tragen einfach gelüftet und wieder eingepackt.

  • Rucksack (bei mir: 38 Liter, das war sehr bequem ausreichend)
  • Wanderstöcke
  • Wanderschuhe
  • Leichte Schuhe
  • 2 Trinkflaschen 0.5 Liter
  • Obst und Knabberkrams (Müsliriegel, Salzstangen, Nüsse, Trockenfrüchte, Schokolade)
  • Brotdose, Taschenmesser, Löffel
  • Sonnencreme und -lippenstift
  • Hirschtalgstick
  • 2 Paar Wandersocken
  • 2 Paar normale Socken
  • Wadenstulpen bzw. Kompressionsstrümpfe
  • 2 Wanderhosen mit Zip-Off-Beinen
  • 3 Schlauchtücher
  • 3 T-Shirts (2 davon Merino)
  • 2 Langarmshirt (Merino)
  • 1 kuschelige Fleecejacke (Merino)
  • 2 Sport-BHs
  • 3 Sport-Unterhosen
  • Schlafshirt und -hose (Merino)
  • Badeanzug und Ultraleicht-Handtuch
  • Handschuhe
  • Regenjacke und Regenhose
  • Kleiner Geldbeutel
  • Bargeld, Bank- und Kreditkarte
  • Ausweis und Krankenkassenkarte
  • Sonnenbrille und Brillendose
  • Mobiltelefon mit SchweizMobil-, MeteoSchweiz-, Alertswiss-, SwissCovid- und Rega-App
  • Ladegerät und Kopfhörer
  • Taschentücher aus Papier und Stoff
  • Toilettenpapier und Müllbeutel
  • Mund-Nasen-Schutz (wegen Corona)
  • Schlafmaske und Ohropax
  • Reiseapotheke (Blasenpflaster! Schmerztabletten, Magnesium usw.)
  • 3 Plastiktüten und Mini-Stoffbeutel (für Ordnung und Schutz im Rucksack)
  • 1 Stoffbeutel (für Ordnung und zum Essen gehen)
  • Blümchen-Ring
  • Karabiner
  • Zahnbürste, Zahnputztabs, Zahnseide
  • Kamm und Ersatz-Haargummis
  • Seife und Deo
  • Creme und Lippenbalsam

Unterwegs vermisst: Trinkbecher (daheim gleich für die nächste Tour zugelegt), Saftpäckchen oder Isopulver.
Unterwegs dazugekauft: Saftpäckchen, Obst, Schokokekse, Schoko-Erdnuss-Riegel.

Wetterbedingt nicht gebraucht: Regenjacke und -hose, die beiden Langarmshirts, das dritte (wärmere) T-Shirt, Handschuhe, die Hälfte vom Knabberkrams.

Vergessen und zum Glück nicht gebraucht: Insektenschutz.

Musik zum Laufen

Beim Laufen höre ich meistens Musik. Anfangs habe ich Stücke ausprobiert, die der „optimalen“ Schrittfrequenz und damit 180 bpm (beats per minute) entsprechen und daher gerne empfohlen werden, aber von schnellen Rhythmen werde ich kirre im Kopf, und alles Richtung Techno und Hip-Hop mag ich schonmal gar nicht. Also ist meine aktuelle Playlist stattdessen eher beschwingt vom Tempo her (eine hohe Schrittfrequenz laufe ich trotzdem) und besteht aus einer bunten Mischung von deutsch-, englisch- und französischsprachigen Titeln. Instrumental ist nur ein Stück (weil es mich an Island erinnert), Live-Versionen mag ich unterwegs sehr gerne hören, ein Mantra hat sich noch dazwischengeschummelt, und dass ich in den 80ern aufgewachsen bin, lässt sich vermutlich auch nicht wirklich leugnen…

ipod

a-ha The Sun Always Shines On TV
ABBA Eagle
Aliose J’irai te croiser
Alphaville Jerusalem
Amy MacDonald Don’t Tell Me That It’s Over
Amy MacDonald No Roots
Amy MacDonald An Ordinary Life
Amy MacDonald Troubled Soul
Amy MacDonald This is the Life
Amy MacDonald Footballer’s Wife
Andreas Bourani Ultraleicht (feat. Elif)
Andreas Bourani Hey (Radio Version)
Andreas Bourani Ultraleicht
Anna Nalick Breathe (2 AM)
The Avener & Kadebostany Castle In the Snow
Bandits Catch me
Bastille Pompeii
Birdy Fire and Rain
Birdy & Rhodes Let It All Go
Bob Sinclair Love Generation (Radio Edit) 
Bobo In White Wooden Houses Ever The Wind
Carrousel C’est la vie
Cassandra Steen Stadt (Single Version)
Celtas Cortos Unos dicen
Cher Strong Enough
City Am Fenster (1978)
Cœur de pirate Oublie-moi
Cœur de pirate Crier tout bas
Coldplay Adventure of a Lifetime
Coldplay A Sky Full of Stars
Coldplay Clocks
Daniel Diges Algo peque–ito
David Knopfler Prophecies
The Decemberists Rox In The Box
Dotan Home
Dredg Cartoon Showroom
eleVate Hard to come by
Fahrenhaidt, Steen & Malin Ich Lauf (Radio Edit)
Femme Schmidt Shape of Love
First Aid Kit My Silver Lining
First Aid Kit Emmylou
First Aid Kit Walk Unafraid
Fishbach Mortel
Florence + the Machine Shake It Out
For a Minor Reflection Hástef
Frida Gold Wovon Sollen Wir Träumen
Genesis If That’s What You Need
Gossip Heavy Cross
Guillemots Walk the River
HAEVN Finding out More
Hera Björk Je Ne Sais Quoi
Heroes Del Silencio Entre Dos Tierras
Hozier Take Me To Church
Indila Dernière danse
Indila Love Story
Indila Ego
Johnny Clegg & Savuka – Eddie Grant Long Shawah – Free World
Kadebostany Mind If I Stay
Katzenjammer Rock-Paper-Scissors
Keane Bend and Break
Keane Sovereign Light Café
The Killers Human
The Killers Mr. Brightside
Kim Wilde Cambodia
Lina Arndt Take Me To Church
Louane Jour 1
The Love Keys Jai Ganesh
Lykke Li Gunshot
Mando Diao Gloria
Marcus Wiebusch Der Tag wird kommen
Maria Mena All This Time (Pick-Me-Up Song)
Max Herre Wolke 7 (feat. Philipp Poisel)
Mike Oldfield Earth Moving
Milow Ayo Technology
Mogli Wanderer
Moran Mazor Rak Bishvilo
MS MR Hurricane
Mumford & Sons & Birdy Learn Me Right
Nano Hold On
Naughty Boy Runnin‘ (feat. Beyoncé & Arrow Benjamin)
Noel McLoughlin Step it out Mary
Nolwenn Leroy Nolwenn Ohwo !
Of Monsters and Men King and Lionheart
Of Monsters and Men Little Talks
Of Monsters and Men Your Bones
Olly Murs Heart Skips a Beat (feat. Rizzle Kicks)
Olly Murs Dear Darlin‘
Omnia Alive! (Radio Version)
Paddy goes to holyhead Far Away
Paddy goes to Holyhead Vincent
Pat Benatar Love Is A Battlefield
Pearl & The Puppets Because I Do
Philipp Dittberner In deiner kleinen Welt (Marv Edit)
Philipp Dittberner Das ist dein Leben
Propaganda Dr. Mabuse
Qntal The Whyle
Razorlight Wire To Wire
Rebecca Ferguson I Hope
Rebecca Ferguson All That I’ve Got
Revolverheld Lass uns gehen
Ricky Martin Livin la vida loca
Robbie Williams Advertising Space
Robbie Williams Love My Life
Runrig Big Sky (Live Version)
Runrig Hearts of Olden Glory (Live Version)
Runrig Siol Ghoraidh (Live Version)
Runrig Day of Days (Live Version)
Runrig Skye (Live)
Sandra Maria Magdalena
Sharleen Spiteri It Was You
Silly Alles rot
Sina Wänn Nit Jetz Wänn Dä
Sophie Ellis Bextor Murder On The Dancefloor
Tera Naam Sat Siri Akaal
Tim Bendzko Am seidenen Faden
Tim Bendzko Ich Laufe
Tocotronic Auf dem Pfad der Dämmerung
Tom Chaplin Quicksand
Ultravox Dancing With Tears In My Eyes
Zaz On ira
Zaz Si jamais j’oublie